Im Projekt meiner Bachelorarbeit Die Heterogenität urbaner Inneneinsichten – eine fotografische Annäherung habe ich mich seit einem halben Jahr mit jungen Erwachsenen und ihrem – häufig ersten – selbst geschaffenen Lebensraum beschäftigt. Zum Ende des Projekts hatte ich 18 Personen und ihre Lebenssituation portraitiert – ohne sie jedoch selbst abzubilden. Ich möchte mit meinen Arbeiten einen Einblick in die Vielfalt der Wohnsituationen und -konzepte dieser Personengruppe geben und mich dem Verständnis des Wohnens dieser Menschen annähern. Ich portraitierte die Personen, die in diesen Räumen leben, arbeiten, schlafen und essen gewissermaßen durch das Medium ihrer Räumlichkeiten. Beim Fotografien der Lebensräume wird der Fokus auf die Eigenheiten menschlichen Wohnens gelegt, so dass ggf. erfahrbar werden kann, dass jeder Raum ein Leben bzw. eine individuelle Biografie transportieren kann. Es lassen sich in den Lebensräumen aber durchaus auch überraschende „Allgemeinplätze“ beobachten – wie zum Beispiel das IKEA-Regal oder die Möbel, die zuletzt im Besitz der Oma waren. Und vielleicht lassen die Fotografien von diesen vielschichtig mit Persönlichkeit gefluteten Orten erahnen, in was für einem Zeitkomplex die Lebensräume konzipiert sind und wie eine mögliche Zukunft der Zimmer, Küchen und Bäder aussehen könnte.

Diese Arbeit wurde im Rahmen der SUBLIMA16 des Instituts für Kunst und Kunsttheorie ausgestellt. Bei der Präsentation dieser Arbeit wurden sichtbare Verbindungen zwischen den Fotografien durch ihre Hängung hergestellt. Im Rahmen dieser Ausstellung hatte die Arbeit kurzzeitig den Titel „schöner wohnen“.